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Di 17.02.2015 18:46

Zwölf Regeln für eine glückliche Beziehung

Im Newsletter von Katharina Klees, einer Paartherapeutin aus der Nähe von Ludwigshafen, fand ich die 12 Regeln ihres Konzeptes. Da diese Regeln alle sinnvoll sind, möchte ich sie Ihnen an dieser Stelle kurz erläutern.

  1. Steigen Sie konsequent, liebevoll und abgesprochen aus jeder Streitsituation aus. Meine Klienten lernen dies als "Stop-Trick" kennen. Den Stop-Trick kann man übrigens auch für sich selbst anwenden, z.B. wenn man spürt, dass man wütend wird und verhindern möchte, etwas Unbedachtes zu sagen.
  2. Führen Sie regelmäßig, zu festen Terminen und in einem ungestörten Umfeld strukturierte Beziehungsgespräche. Diese Zwiegespräche sind in jeder Lebenslage richtig und wichtig. Je mehr Tiefe Sie ihnen verleihen, umso besser.
  3. Nehmen Sie sich viel Zeit und Muße, um zu erforschen, was Sie für sich in dieser Beziehung brauchen und wollen. Bei David Schnarch heißt dies "solid flexible self", wer bin ich und was will ich? Dies ist der innere Kompass, der mir hilft zu entscheiden, wie ich mich verhalten sollte, um das zu bekommen, was ich mir wünsche.
  4. Üben Sie beständig und selbstdiszipliniert den Umgang mit belastenden Emotionen. Diese Regel finden Sie in meinem Buch unter dem Stichwort "Emotionsmanagement" beschrieben.
  5. Stellen Sie sich einer gründlichen Aufräumaktion Ihrer Kinderstube (begleitete Selbstreflexion, z.B. Einzeltherapie). Ich setze zu diesen Zwecken direkt nach dem Ansatz der differenzierungsbasierten Psychotherapie die Paardynamik selbst ein, aber man kann natürlich auch Coaching oder Einzeltherapie hierfür nutzen.
  6. Klären Sie die Beziehungskonstellationen, die Sie in die Liebesbeziehung einbringen (Mann/Frau-Sein, Eltern für Partner/in) Dies ist ein Teilaspekt des soliden und flexiblen Selbst, nämlich die Frage "wer bin ich"? Indes ist die Frage "wer bin ich?" gar nicht so wichtig wie die Frage "wer möchte ich in dieser Beziehung sein"?
  7. Planen Sie regelmäßig emotionale Begegnungen in Ihrer Beziehung ein, absichtslos und ohne Sex. Ganz hervorragend geeignet sind hierfür die "Momente der Begegnung", die Sie in meinem Buch beschrieben finden.
  8. Halten Sie Ihre Sexualität durch gemeinsame Absprachen, Planungen und Gespräche lebendig. Viele Paartherapeuten haben immer wieder die Bedeutung der Sexualität in einer Partnerschaft hervorgehoben. Lassen Sie nicht geschehen, dass sich Ihre sexuelle Beziehung auf einem niedrigen, unbefriedigenden Niveau einpendelt.
  9. Führen Sie eine 14 tägige Erforschung sexueller Methoden mit Vorbereitung, wechselseitiger Zuständigkeit und abschließender Analyse durch. Dies ist eine (von mehreren) Möglichkeiten, den vorstehenden Punkt zu realisieren.
  10. Machen Sie gemeinsam einen Liebesvertrag aus den Regeln der strukturierten Beziehungsgespräche. Dies führe ich so mit meinen Paare nicht durch, aber ist eine Möglichkeit, die gemeinsamen Absprachen auf den Punkt zu bringen. Es soll sicherstellen, dass beide das Richtige und Wichtige zum Gelingen der Partnerschaft beitragen.
  11. Lernen Sie Ihre innere Paardynamik kennen, die Sie im Entscheidungsflur zu einem höheren Bewusstsein anleitet. Im Differenzierungsprozess ist dies der entscheide Schritt vorwärts und leider auch der schmerzhafteste. Es ist die (Selbst-)Erkenntnis, was jeder zum Gelingen oder Misslingen einer Beziehung beiträgt und die Frage nach klugen Schlussfolgerungen aus dieser Erkenntnis.
  12. Gestalten Sie alte Verletzungen zu einem Museumsfund um, der im Keller einen Ehrenplatz erhält. Dieser Punkt ist bei David Schnarch in "Stiller Geist, ruhiges Herz" eingeschlossen. Die Fähigkeit, vergangene Verletzungen zu heilen und hinter sich zu lassen, ist essentiell für eine gemeinsame Zukunft.

Die Praxis von Dr. Klees finden Sie unter Aufwindinstitut.





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