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Mo 09.02.2015 22:43

Was ist eigentlich systemische Paartherapie

In Deutschland ist die sogenannte "Systemische Paartherapie (oder Familientherapie)" als Begriff sehr verbreitet. Die systemische Therapie entstand in den 1950er Jahren aus der Beobachtung, dass sich die klassische Einzel-Psychotherapie (die damals fast ausschließlich auf tiefenpsychologischen Theorien basierte) nicht einfach auf Verbände von mehreren Menschen (insbesondere ganze Familien) anwenden lässt. Im Zuge einiger bekannter Forschungsarbeiten entwickelten dann eine Reihe von heute bekannten Paar- und Psychotherapeuten ganz neue Ansätze, um mit dem Verband mehrerer Menschen therapeutisch arbeiten zu können. Eine in deutschsprachigen Raum sehr verbreitete Methode ist z.B. das Familienaufstellen.

Bedauerlicherweise haben die verschiedenen systemischen Schulen nicht zu einer einheitlichen Theorie der Entstehung psychischer Erkrankungen und deren Behandlung gefunden. Durch die Vielzahl der Werkzeuge und die uneinheitliche Theorie lag und liegt es im Ermessen (und in der Erfahrung) des Therapeuten, das richtige Mittel für den entsprechenden Zweck zu wählen. Man kann in diesem Sinne nicht von "der" systemischen Therapie sprechen und Werbung mit diesem Begriff als Schlagwort muss man als irreführend betrachten.

Im Falle von Paartherapie und Familientherapie ist der Begriff "systemisch" sogar überflüssig. Sobald in einem psychotherapeutischen Prozess mehr als ein einzelnes, isoliertes Individuum betrachtet und behandelt wird und das Hauptaugenmerk darauf gelegt wird, wie das Problem durch das Zusammenwirken mehrerer Individuen untereinander aufrecht erhalten wird, ist die Therapie per definitionem systemisch.





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