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Mo 16.03.2015 12:19

Übungen zum positiven Emotionsmanagement

"Positives Emotionsmanagement" ist ein Begriff, den ich für mein Buch geprägt habe und ist nicht zu Verwechseln mit dem Management (oder auch der Manipulation) fremder Emotionen. Gemeint ist das aktive Erzeugen positiver Gefühle im eigenen Kopf, das aktive Einwirken auf die eigene Stimmung zum Positiven.

Da diese Techniken zwar jedem Menschen nützlich sein können, jedoch noch lange nicht in das Allgemeinwissen eingegangen sind, schreibe ich diesen Blog-Artikel, um das aktive Management der eigenen Emotionen zu propagieren und bekannter zu machen. Ich lehre es meine Kinder.

Grundlage des positiven Emotionsmanagemens ist die Eigenschaft unseres Nervensystems, in beide Richtungen zu funktionieren. Wenn wir traurig sind, wenn wir fröhlich sind, wenn wir neugierig sind usw. zeigen wir dieses Gefühl nach außen, auf unserem Gesicht und in unserer Körperhaltung. Jedoch ist dies keine Einbahnstraße! Jeder Schauspielschüler lernt schon im ersten Semester: "wenn Du einen Traurigen spielen sollst, dann nimm erst einmal die Körperhaltung eines Traurigen ein, das Gefühl kommt dann ganz von allein." Und selbstverständlich funktioniert das nicht nur mit negativen Emotionen, sondern auch und insbesondere mit positiven Emotionen. Probieren Sie es aus und praktizieren Sie die folgenden Übungen jeden Tag. Sie werden davon profitieren!

  • Setzen Sie sich ruhig an einen Platz, an dem Sie für einen Moment ungestört sind und denken Sie an einen Menschen, den Sie von ganzem Herzen lieben. Stellen Sie sich diesen Menschen so plastisch und echt vor, wie Sie können: wie er/sie lacht, sich freut, etwas tut, was Sie an ihm/ihr lieben. Lächeln Sie dabei.
  • Stellen Sie sich aufrecht hin (Brust 'raus, Bauch rein), richten Sie den Blick leicht nach oben (die Augen können offen oder geschlossen sein) und lächeln Sie. Wenn Ihnen das Lächeln nicht gelingen mag, klemmen Sie einen Bleistift zwischen die Zähne. Wenn Sie einen blauen Himmel sehen, betrachten Sie den blauen Himmel. Wenn Sie keinen blauen Himmel sehen, hilft es, sich ihn vorzustellen, wenn Sie können. Bleiben Sie 2 Minuten in dieser Körperhaltung und beobachten Sie den Effekt.
  • Machen Sie es sich zur Gewohnheit, jeden Tag (z.B. vor dem Einschlafen) an drei Dinge zu denken, für die Sie heute dankbar sind/waren.
  • Sehen Sie sich den Vortrag von Amy Cuddy an und beschäftigen Sie sich mit Körperhaltungen, die für Sie Stärke, Selbstvertrauen und Zuversicht ausdrücken.

David Schnarch sagte einst in einem Seminar: "The best thing we can do for the people we love is to regulate our own emotions."

Mögen wir alle die Kraft finden, besser zu lieben.





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